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Es ist schon erstaunlich, was so alles an Programmen für das iPad erhältlich ist, was man so nur auf PCs erwartete. Sowohl die völlig neuen Apps wie FIFA 13, Real Racing 2 oder Nova 3, als auch die „alten“ PC Apps, zum Teil ein Jahrzehnt alt, trotzdem noch attraktiv: Max Paine, GTA 3, Colin McRae Rally oder Knights of the Old Republic, das einzige RPG was mich je Fasziniert hat.
(Es gäbe natürlich noch einige Oldies, die mir auf dem iPad gefielen, wie Wing Commander IV, Giants/Kabuto, UT2004, Tomb Raider Legend, Star Wars Jedi Knight Academy.

Zurück zum Thema. Den meisten Umsetzungen ist gemein, dass eine deutsche Lokalisierung fehlt. Das es auch anders geht, beweist RockStar mit Max Payne – komplett deutsch und GTA3 mit deutschen Untertiteln als Ausnahme.
Bei allen anderen trübt das oft den Spielspass (wenn bei Fifa zwei Bundesliga-Mannschaften spielen, der Kommentator aber nur englisch kann), manchmal wird das Spiel aber auch schwerer spielbar, wie bei o.g. KotOR.
Das gleiche Problem haben auch einige Mac-AppStore Titel und das, obwohl in der Regel von der PC Version eine deutsche Lokalisierung, oft sogar Synchronfassung existiert.

Genau diese kann man sich auch zunutze machen, um KotOR einzudeutschen.

Das Rezept: Man nehme… (Achtung – Nachtrag 24.7.13 – Derzeit ist 4. nur mit Jailbreak möglich, da es sonst Zugriffsprobleme gibt! Ich verifiziere gerade den Weg ohne JB mit Methode in 8. – was sich im zweiwöchigen Urlaub Jenseits von WLAN aber schwierig erweist… Sorry!). 

1. Zunächst installiert man KotOR auf dem iPad

2. Dann lädt man sich auf dem PC oder Mac folgenden Link herunter:

KotOR Patch deutsch RAR

3. Dann muss man die KOTOR-dialoge.rar entpacken. (Passende Entpacker findet man kostenlos im Netz)

Entpackt wird die Datei „dialog.tlk“

4. Nun benötigt man ein Programm, mit dem man auf die „Festplatte“ des iPads zugreifen kann, wie PhoneView, iExplorer, Disk Aid o.ä.
Ich persönlich habe es mit PhoneView geschafft und beschreibe es damit.

5. in der Datei-Anzeige (x) ShowAllApps aktivieren.

6. Das Verzeichnis KOTOR/Kotor.app auswählen. Dort dialog.tlk durch dt. Patch gleichen Namens ersetzen.
Fertig.

Allerdings stellt dieser nur die Schrift (Texte, Untertitel), nicht aber die Sprachausgabe um.

7. Wer ein deutschsprachiges PC-Original von KoTOR sein eigen nennt, kann auch den Ton lippensynchron eindeutschen. Allerdings ist das eher für Fortgeschrittene und etwas komplizierter. Außerdem ist es urheberrechtlich komplex und unklar, ob man – auch bei zwei eigens gekauften Spielen dessen Dateien Zweckentfremden darf, auch wenn für den „eigenen Gebrauch“ ja niemanden ein Schaden entsteht. Aber ich werde hier dazu gewiss keine Anleitung veröffentlichen.

Voilá, mein KotOR spricht deutsch.

8. Natürlich kann man auch versuchen die App via iTunes auf den Desktop zu laden, dann einfach .ZIP an die App Anhängen, den Inhalt entsprechend zu ändern und das ganze auf das iPad synchronisieren.

Viel Spass
wünscht Euch
Macgenie.de

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Seit iOS 5 hat Apple TV-2 (und das aktuelle ATV-3) für alle iPad (ab iPad 2 sowie iPhone 4S und neuer) ein besonderes Feature: AirPlay. Das Apple TV macht jeden Fernseher, Monitor oder Beamer mit HDMI Eingang zum drahtlosen Zweitbildschirm. Sowohl für ein Spiegeln des Bildinhaltes (in iPad typischen rechteckigen 1024×768 Pixeln) oder als echter Zweitschirm auch in HD Auflösung (720 p) in 16:9. Einige Spiele haben das bereits für sich entdeckt und zeigen auf dem iPad die Bedienungselemente und auf dem großen Bildschirm das Spielgeschehen in HD und nutzen wie bei der Wii-U iPad/iPhone als Controller mit Anzeige.

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Natürlich funktioniert das ganze auch mit seriösen Keynote-Präsentationen. Auch andere Programme machen sich dies zu Nutze. Zum Beispiel der Browser iCab, der auch einen Präsentationsmodus unterstützt. Hier werden Menüs und Tabs ausgeblendet und nur die Webseiten in HD gezeigt.

Dieses AirPlay-Feature ist Geräten ab A5 Prozessor vorbehalten, weil die schnell wechselnden Daten komprimiert in Echtzeit übertragen werden. Übrigens gibt es für Macs und PCs eine Software, die das gleiche vollbringt: AirParrot.
Neuere Macs ab Intel Core-i5 Prozessor und OSX8 können das direkt über ihren Grafikchip, ohne groß Prozessorleistung zu belasten.

Natürlich eignet sich das Apple-TV auch als WIFI Ton-Abspielgerät für alle iPods, iPhones und iPads ab iOS. Musik, iTunes Podcasts, Webradio und sogar Garageband (letzteres allerdings leicht verzögert).

Leider hat Apple beim Apple TV2/TV3 auch am analogen Musikausgang gespart – es gibt nur einen optischen mit TOS-Link Audio-Ausgang und den kombinierten DVI-Bild/Ton-Ausgang. Da unserer Stereo-Turm (ja nur 2.1!) von Philips, die meine liebe Frau vor über 18 Jahren in die Ehe mitgebracht hat immer noch nicht den Geist aufgeben will und trotz ihres Alters mit zwei schönen Lautsprecher-Säulen hervorragend beschallt musste auch hier eine Lösung her. Gefunden haben wir sie bei Amazon in Form eines TOS-Link Digita-Analog-Wandlers für ca. 20 Euro.

Viel Spass mit iPad&Co.
wünscht Euch
MacGenie.de

Jailbreak – wozu? Was ist überhaupt ein Jailbreak? Nun ja – das Apple iOS Gerät bietet zwar eine Menge Möglichkeiten, hat aber auch ein paar Beschränkungen auferlegt bekommen. Manche davon sind gut und schützen den Anwender, manche dagegen sind eher fragwürdig und schränken unnötig ein. Nun ist ihr iOS ein geschlossenes System, d.h. nur Programme die von Apple genehmigt wurden dürfen auch im AppStore angeboten werden. Programmen die nicht im AppStore angeboten werden lassen sich nicht installieren.
Das begrenzt natürlich »böse« Software wie Viren oder Trojaner. Diese bekommen mit Sicherheit keine Zulassung im AppStore.
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Leider wird so auch verhindert, dass nützliche Tools, die die Funktionen des iPads (oder iPhone) erweitern angeboten werden. So bietet die Hardware Möglichkeiten, die Apple auf Software-Ebene nicht unterstützt.

Die einzige Chance aus diesem goldenen Käfig von Apple zu entkommen, ist ein Jailbreak (engl. Jailbreak – Gefängnisausbruch). Dadurch wird das System so modifiziert, dass der Nutzer Zugriff auf alle Systemdateien hat, außerdem wird ein alternativer AppStore namens Cydia installiert. Natürlich hat ein Jailbreak auch Nachteile. Die „Bonitätsprüfung“ der Software liegt wieder beim Anwender. Das Risiko, dass unbekannte Apps Schaden anrichten größer. Außerdem darf man nicht verschweigen, dass es so auch möglich wird geklaute Software aus dunklen Kanälen widerrechtlich zu installieren.

Letzteres ist auf gar keinen Fall mein Anliegen und auch den Programmierern und Anbietern des JBs geht es nur um Erweiterung der Möglichkeiten. Auch im Cydia-Store gibt es kostenpflichtige Anwendungen. Trotz des Risikos habe ich auf meinem iPad einen solchen Jailbreak ausprobiert und zu schätzen gelernt, was Apple (noch) nicht zulässt.

Mit iFile (nicht verwechseln mit iFiles) habe ich jetzt Dateizugriff auf das ganze iPad. Ich kann auf die schnelle Daten von einer App zur anderen verschieben. Ich kann auf USB Sticks und SD-Karten lesen und schreiben (über das Apple Camera Connection Kit) und sogar Festplatten lesen/schreiben (wenn sie extern mit Strom versorgt werden).

Ich kann jetzt Musik aus GarageBand in die Musikbibliothek übertragen oder bei meinem alten iPad die
Sprachsteuerung aktivieren. Durch SB-Settings habe ich endlich einen vernünftigen Taskmanage. Mit Swirlysms kann ich SMS senden und empfangen, das ist wichtig, da meine Pre-Paid SIM-Karte mich so über den Verbrauch meiner Online-Flatrate informiert.

Die App My3G ermöglicht 3G Nutzung von Apps oder Funktionen, die sonst auf Wifi beschränkt sind. Z.B. Download von Filmen bei Watchever, FaceTime via 3G auf iPad2 (geht sonst nur ab iPad3/Mini).
Wenn ihr jetzt begeistert auch mal einen Jailbreak testen wollt, muss ich euch leider enttäuschen. Wenn ihr das aktuellste System installiert habt, habt ihr keine Chance. Apple hat seit System 6.1.3 die Luken abgedichtet. Derzeit geht es nur bis 6.1.2 oder älter. „Glück“ haben nur Besitzer eines iPad 1 oder iPhone 3G oder älter. Da Apple für letztere keine System-Updates mehr entwickelt bleibt dort der Jailbreak auf ewig möglich.

Noch lieber, als ein funktionierender Jailbreak für iOS 7 wäre mir, wenn Apple alle oben genannten Funktionen offiziell in ihr System einbauen würden. Das würde die Sicherheit nicht gefährden und die Nutzbarkeit erweitern.

Beim iPhone 3G (beim alten iPhone 1 sowieso) verhält es sich ähnlich wie beim iPad 1, nur schlimmer. Das Erscheinen des iPhone 5 zwingt durch seinen vertikal größeren Bildschirm die Entwickler, angepasste Apps zu entwickeln. Dabei stehen die Entwickler nicht zuletzt durch die Kommentare im App-Store unter hohem Druck, da iPhone 5 Besitzer hier gerne mal mit Abwertung drohen, wenn eine App es wagt, nicht sofort angepasst zu sein. Anpassungen für iPhone 5 lassen sich aber nur auf dem neuesten Entwickler-Kit für iOS 6 programmieren. Dieses ist aber nur noch abwärts kompatibel bis iOS 5, das heißt, es läuft nicht mehr auf iOS 4 oder älter. Sobald also eine App an das iPhone 5 angepasst wird, kann ein Besitzer des iPhone 3G diese nie mehr aus dem AppStore herunterladen oder kaufen. Und wehe, wenn er seine Apps auf dem PC via iTunes aktualisiert hat und dann sein iPhone auf Werkseinstellungen zurücksetzt. Das gleiche gilt auch für iPod 2G (hierzu gehört auch das 3G-8GB). Und wer immer sich ein solches Gerät gebraucht anschafft darf gleich den Jailbreak installieren und sich seine Apps illegal aus dunklen Kanälen ziehen. Oder man beschränkt sich auf die mitgelieferten Apps.

Danke Apple.

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Ein Klavier hält ein Leben lang, eine Waschmaschine hält gut und gern 10-15 Jahre (unsere letzte sogar 20). Ein Fernseher läuft gerne auch 7-10 Jahre. Mein MacBook hat immerhin schon 6 Jahre auf dem Buckel. Nur das iPad meiner Frau wird nach zwei Jahren zum Wegwerfartikel, den man guten Gewissens nicht mal mehr gebraucht verkaufen kann.

Wieso das? Nun ganz einfach. Gebrauchte Programme gibt es nicht unter iOS. Man muss sie neu kaufen. Apple hat gerade verkündet, dass es iOS 6 nicht für das iPad 1 geben wird. Zu welchen Problemen das führen kann sei am Beispiel von Apples Textverarbeitung Pages kurz erläutert:
Pages erforderte bisher immer das neueste iOS. Bis iOS 5.1 lief es auch gut auf dem iPad 1.

Wenn man jetzt nach Veröffentlichung von iOS 6 Pages kaufen will, wird es womöglich nicht mehr gehen, denn dort gibt es immer nur die neueste Fassung. Gebrauchte Programne mitgeben darf ich auch nicht. Selbst wenn ich das iPad 1 nicht verkaufe muss ich schnell zusehen, dass ich noch ein Backup der alten Versionen mache, bevor iTunes automatisch ein Update lädt und meine alte Version zu nichte macht. So dass ein Gebrauchtkäufer nicht einmal mehr die Software kaufen kann, die ich seinerzeit noch freudig genutzt habe.

Das Problem hat nichtmal mein 18 Jahre alter Mac von 1994 auf dem alle Programme von 1994 noch laufen, sofern die CDs noch existieren.

Und das alles ohne Grund. Apple unterstützt mit iOS Geräte wie iPhone 4, iPod 4 oder sogar iPhone 3GS die allesamt langsamer sind, als das iPad.

Aus Marketing Sicht ein genialer Schachzug: endlich teure Geräte (das iPad-1 64 GB 3G kostete stolze 799 €) mit kurzfristigem Verfallsdatum – weg damit.
Die einzige Alternative: der Weg in die Illegalität – Jailbreak + gehackte Version der alten, laufähigen App aus dubiosen Quellen.

Ein Dilemma, das früher oder später jedes Pad erwischt. Und ich darf jetzt ein iPad, dass vor 1,5 Jahren noch 5 Jahre voraus war, nach nur zwei Jahren wegschmeißen?

iOS 6 Features für alte Devices. Wozu gibt es ein neues iOS? Wirklich um neue Features unters Volk zu bringen – und das auch noch kostenlos? Wer glaubt da an den Weihnachtsmann.

Die Tabelle der Features ist Marketingstrategie in Reinkultur und orientiert sich eindeutig am sog. Lebenszyklus eines Produktes. Von „Stars“ bis „Cash Cow“ ist alles klar positioniert. Und iPad 1 und iPod 3 gehören zu den „Poor Dogs“, den „Armen Hunden“. Unabhängig von der tatsächlichen Leistung bekommen nur die Stars alle neuen Errungenschaften. Das iPad 3 bekommt Siri, das iPad 2 nicht, obwohl dessen Prozessor keinesfalls langsamer ist, als der von iPad 3 oder iPhone 4S.
Währen schon auf dem 2008er iPhone 3G „Turn by Turn“ Navis aller Coleur liefen ist die Apple Variante so anspruchsvoll, dass nicht mal ein iPhone 4 es ausprobieren darf.
Und Videochat via 3G darf wiederum nur das iPad 3 und iPhone 4S nicht aber das gleich schnelle iPad 2.

Aber Vorsicht Apple. Ich hab auch Marketing studiert und dort beigebogen bekommen, dass Altkundenpflege wichtiger und preiswerter ist, als Neukindenakquise insbesondere wenn man mittel- und langfristig plant.
Denn zufriedene Altkunden sind nicht nur treue Kunnden sondern auch Multiplikatoren.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass das iOS 6 lange geforderte Features nicht bietet (die für viele eben Grund für ein Jailbreak waren), wie die Erlaubnis
externe USB-Sticks und Festplatten anzuschließen oder ein zentraler Dokumenten-Austausch oder ein freierer Zugriff auf das Dateisystem für fortgeschrittene Nutzer.

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Wieso heißt ein Blog über digitale Apfelprodukte »Tangerine«?

Nun – zum einen heißt Tangerine in deutsch Mandarine und passt als Früchtchen doch gut zum Apple. Zum anderen war das die Farbe meines ersten iBook von 1999, ein Bahnbrechender Computer der damals schnell zu meinem ständigen Begleiter wurde. Das erste Notebook mit WLAN, das einzige, dass fast unkaputtbar war, das erste das ein völlig ungewöhnliches Design hatte bis hin zum Ufo-Netzteil. Und das halbtransparente Policarbonatgehäuse mit manderinefarbigen Applikationen war in einer Zeit beiger und schwarzer Plastikkisten eine Revolution. As un-PC as it can be. Und ein beliebter Deko-Artikel als Zierde jeden Wohnzimmers.

Bei der Historie ist es dann kein Wunder, dass auch mein erstes weißes iPad ein Smartcover im gleichen orangenem Farbton bekam und von mir kurzerhand iPad Tangerine getauft wurde. So wie mein erstes iBook mein mobiles Computern zur Jahrtausendwende revolutionierte so hoch waren auch meine Erwartungen an das iPad.

Freud und Leid mit diesem Tangerine-Ding will ich hier mit der Welt teilen. Außerdem gilt es rauszufinden, ob das iPad sich im rauen Alltag als Arbeitsgerät etablieren kann, oder doch nur ein Lifestile-Gadget für Konsumenten ist.