Apple TV4 Top oder Flop?

Apple TV4 – top oder Flop?

Ich habe ein Apple TV 4 (die kleine 32 GB Version, die 64 GB schien mir zu teuer) – seit Ende 2015 – quasi seit dem es erhältlich ist. Eigentlich hatte ich meinen ersten Bericht darüber schon direkt nach den ersten Eindrücken getippt. Und er fiel eher negativ aus – dann beschloss ich dem ganzen noch etwas Zeit zu lassen . 

Apple TV4 Rückseite mit Stromanschluss , USB-C (Service/Diagnose), HDMI (inkl. Fernsteuerung des TV), LAN, kein Audio

Apple TV4 Rückseite mit Stromanschluss , USB-C (Service/Diagnose), HDMI (inkl. Fernsteuerung des TV), LAN, kein Audio

Eines der größten Probleme mit dem Apple TV 4 war, dass es anfangs sehr, sehr unfertig wirkte, was hauptsächlich am Betriebssystem lag, Nach dem Kauf kam erst mal Frust, denn weder die Apple Remote App auf iPhone/iPad noch die Apple-Bluetooth Tastatur funktionierte (beides ging noch mit Apple TV 2+3) und so mussten alle Passwörter mühsam per Touch-Remote eingegeben werden, was zum Geduldspiel geriet (das gleiche gilt auch für Suchwörter bspw. bei YouTube oder im neuen TV-Appstore). Gefühlt war Apple TV4 in vieler Hinsicht schlechter, als der Vorgänger. Mann muss Apple hier vorwerfen – mal wieder – ein unfertiges Produkt auf den Markt geworfen zu haben, nur um das Weihnachtsgeschäft noch mitzunehmen. Keine gute Strategie – besser keine Kunden, als frustrierte. Hier wird zum wiederholten Mal vom Apple CEO kurzfristiger Umsatz statt Kundenzufriedenheit generiert. 

Mit jedem Systemupdate wurde das ATV4 aber spürbar besser (inzwischen geht auch die Remote-App wieder, von der ein versprochenes App-Update mit Touch-Funktionalität noch aussteht). 
Erst mit dem letzten Systemupdate, dass im April 2016 über die Bühne ging, kann z.B. ein Bluetooth Keyboard oder Siri Spracheingabe zum „Tippen“ verwendet werden. Auch erst jetzt kann man (wieder) auf iCloud Fotoalbum zugreifen. 

Apple TV – ein wenig Kritik an der Hardware

Apple TV Siri-Remote: Kann mehr, als man ihr ansieht, mit Touchpad, Lage- und Beschleunigungssensor, Bluetooth und Lautstärketasten, die ältere TVs über Infrarot steuern können.

Apple TV Siri-Remote: Kann mehr, als man ihr ansieht, mit TouchPad, Lage- und Beschleunigungssensor, Bluetooth und Lautstärketasten, die ältere TVs über Infrarot steuern können.

Grundsätzlich ist Apple TV 4 der richtige „nächste Schritt“ gewesen. Aber erst jetzt wird sie empfehlenswert. An der Hardware habe ich nur zwei Dinge zu kritisieren: 1. der komplett fehlende Audioausgang (ATV 2-3 war immer auch der drahtlose Anschluss zwischen iPhone/iPad und unserer HiFi-Anlage) und 2. Die Fernbedienung – an und für sich genial mit TouchPad, Lagesensor und Mikrofon. Leider viel zu klein und dünn, handlich wie ein Stück Hotelseife, verwirrender Symmetrie (im Halbdunkeln leicht verwechselbar) und zum spielen viel zu unhandlich). Das sie einen Akku integriert hat ist prima, das zwar ein Lightning Kabel dabei ist aber kein Netzteil ist sehr sparsam – allerdings hat jedes Moderne TV-Gerät ein oder mehre USB-Anschlüsse und der Akku hält voll geladen mehre Monate. Wegen Bruchgefahr bei Stürzen sei außerdem eine Schutzhülle (Zubehörhandel) oder zumindest eine Halteschlaufe (bietet Apple selbst) empfohlen.  

Streamen von der Netzwerkplatte

Inzwischen bin ich aber begeistert: Endlich kann ich vom NAS-Laufwerk, einer Festplatte, die ohne Computer direkt im Heimnetzwerk erreichbar ist, Filme streamen ohne einen Jailbreak, endlich kann man Apps aus einem Appstore laden und nutzen (schade, dass es nicht wie beim iPad eine Möglichkeit gibt, iPhone-Apps zu nutzen). Das eröffnet der Box eine neue Dimension an Möglichkeiten. Wo es um (Apple-Fair-Play) kopiergeschützte Filme oder TV-Sendungen handelt, darf eine Drittanbietern-App nicht abspielen. Das Problem besteht auf iPad und iPhone auch. Das ist ärgerlich und fast schon Schikane, lässt sich aber durch streamen aus der iCloud umgehen. 
 

Spielekonsole

SteelSeries Nimbus Bluetooth Controller mit Akku über Lightning ladbar, im Applestore erhältlich.

SteelSeries Nimbus Bluetooth Controller mit Akku über Lightning ladbar, im Applestore erhältlich.


Eine der neuen Funktionen durch App-Store und offenes Konzept sind Spiele, denn auch als Spielkonsole kann Apple TV 4 richtig Spass machen – z.B. bei Real-Racing 3, wenn man zu viert (4!) gleichzeitig gegeneinander Autorennen fährt (als BT-Controller können hier iPhone, iPod Touch und iPad mit installiertem RealRacing genommen werden). Viele Spiele funktionieren mit der Siri-Remote richtig gut, besonders solche, die den eingebauten Lage- und Beschleunigungssensor nutzen – Autorennen wie besagtes RealRacing3 oder Asphalt 8, das Flug-Action-Spiel Nanosaur, Sportspiele wie Tennis und Bowling oder Abenteuer/Rätselspiele wie Agent A. Manche Spiele verlangen aber nach einem klassischen Controller: Jump&Run wie Rai Man oder Sonic, 3D Actionspiele wie Modern Combat 5. Ein Hemmnis für manche Spieleentwickler dürfte Apples Auflage sein, dass jede App auch mit der eigenen Touch-Remote laufen muss, was bei manchen Spielen einfach nicht sinnvoll machbar ist (so wirkt die Remote Steuerung bei Disney Infinity oder Afterpulse wie eine verdrehte Handgelenks-Yogaübung). Besser wäre ein Hinweis und ein Warndialog vor dem Kauf, für alle Spiele die nicht mit der Apple Remote laufen (ein Kennzeichnung für Klassik-Controller gibt es ja schon im TV-App-Store). Nur wenige Spiele nutzen die Leistung des Apple TV mit seinem 64 Bit A8X Prozessor (iPad Air 2) aus – hier steckt noch viel Potential drin. Grosszügig haben viele Spieleanbieter ihre Apple TV-Version als „universal“ angegeben, sodass für iPad/iPhone gekaufte Titel kostenlos auf dem Fernseher gespielt werden dürfen. 

Apple TV 4 als Internet TV

Auch hier gibt es schon einiges. ZDF (inkl. Spartensender wie Neo, Live und Mediathek) und Arte waren vom Start weg dabei ARD Tagesschau 3Sat gibt es inzwischen auch, die Privatsender zieren sich noch. Bei den Pay Streaming Diensten gibt es z.B. Netflix und Watchever. Ob Amazone Prime kommt ist zweifelhaft, nachdem Amazon den Verkauf von AppleTV selbst auf dem Amazon Marketplace verboten hat (so ein Blödsinn). Wie beim Apple-TV2+3, geht aber Amazon Prime TV in HD über iPhone/iPad via AirPlay anstandslos.

Apple TV 4 Siri-Auskunft. 

Durch das Mikrofon in der Fernbedienung gibt es auch sprachbasierte Funktionen, die zwar vom iPhone her bekannt sind, sich aber nicht ohne weiteres erschliessen. So kann man Siri auch hier nach dem Wetter fragen oder nach den Spielergebnissen der Bundesliga.  Nur im Internet suchen geht derzeit noch nicht.

Für wen nicht?

Wer „nur“ AirPlay für seine anderen Apple-Geräte braucht, wer nur gekaufte Apple-Musik und -Videos abspielen will brauch es nicht. Wer eine XBox One oder Playstation 4 schon hat braucht garantiert kein Apple TV, Spielen, Streamen, Online-Inhalte – all das haben diese schon auf hohem Niveau.

Fazit:

So langsam beweist Apple TV 4, dass es doch echtes potential bietet – ich bin froh, dass ich es noch nicht abgeschrieben habe – es macht wirklich Spaß und wird in Zukunft – wie das iPhone – durch die endlosen Möglichkeiten der Apps noch interessanter werden. 
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Geheimes Feature in iOS 9.3 – richtiges CMYK + RGB-Farbprofile

One more Thing: Geheimes Feature in iOS 9.3 CMYK Darstellung jetzt auch auf iOS.

Nein ihr seht nicht doppelt: Das ist die überarbeitete Version des Themas; die »Epische« Langfassung dieses Artikels, die ich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verfasst habe findet ihr HIER

Seit iOS 9.3 unterstützt iOS in Dokumente (PDFs, Fotos) eingebundene RGB-Farbprofile und die optimierte CMYK Darstellung (mittels eines Standardprofils) endlich in gleicher Weise wie OS X. Das gute „alte“ Mac OS X hat diese Fähigkeiten schon seit Version 10.3 („Panther“ Oktober 2003).

Diese Änderungen betrifft die PDF basierte Quartz-2D-Engine und somit systemweit die Bildschirm- und Druckausgabe aller Programme, ohne das diese angepasst werden müssen. Mit anderen Worten die integrierte Vorschau in Safari, Mail, iBooks der iCloud-App oder Fotos genauso wie Apps wie PDF Expert 5. Bisher war dazu nur die Adobe Acrobat App fähig, die statt Quartz ihre eigenen Routinen zur Farbdarstellung nutzt.

Für den Laien am auffälligsten ist sicher die (entsprechend OS X) deutlich realistischere Darstellung von Dokumenten, die für den Druck in CMYK erstellt wurden. Diese „glänzten“ vorher durch unrealistisch leuchtende Bonbon-Farben, extreme Kontraste und überzeichnete Schwarztöne und sehen jetzt der gedruckten Version deutlich ähnlicher (siehe Abbildung).

Vorher/Nacher in iOS 9.3.1 werden CMYK PDF und Bilder jetzt korrekt angezeigt (linke Seite) © 2016 MacGenie.de

Vorher/nachher in iOS 9.3.1 werden CMYK PDF und Bilder jetzt. endlich  – wie von Mac OS X gewohnt – korrekt angezeigt (linke Seite)

Für Fotofreunde interessant, ist die Unterstützung von integrierten RGB-Profilen, die auch Fotos mit anderen (und größeren) Farbräumen als Standard sRGB (welches bisher der einzige RGB-Farbraum unter iOS darstellte). Was Quartz aber weder auf iOS noch OS X bietet ist die Berücksichtigung spezieller CMYK-Profile – hierfür muss man genau wie beim Desktop oder Notebook auf Adobe zurückgreifen.

Mit der von mir dazu entwickelten PDF Test-Datei kann man die CMYK-Darstellung einer Device leicht testen: CMYK-RGB-Test.pdf

 

Auch Entwickler sind betroffen

Da iOS anders als OS X bisher weder mit Farbprofilen noch CMYK-Daten umgehen konnte, fehlte diese Funktion auch in nahezu allen Grafik-Apps (einzige mir bekannte Ausnahme war Adobe Acrobat). Das war dann oft auch der größte Funktionsunterschied/Haken an Apps wie Autodesk Graphics (früher iDraw) zu ihrer Mac-Version die CMYK konnte. Solche fehlende Unterstützung war bisher für viele Interessenten ein absolutes K.O.-Argument für den Kauf eines iPad Pro 12,9″ oder 9,7″. Was nützt Pro Hardware bei einem Consumer-Betriebsystem, bei dem es größtenteils nur „Light“-Versionen der Desktopprogramme gibt.

Wieso gerade jetzt mit iOS 9.3?

Ich vermute, dass die Überarbeitung der Bildschirmdarstellung ein Nebeneffekt des neuen iPad Pro 9.7 mit dem neuen »True Tone Display« ist. Dieses passt nicht nur den weißen Hintergrund des Bildschirms sondernd alle Farben auf dem iPad dem Umgebungslicht an. Damit wird simuliert, dass sich in der wirklichen Welt das Weiß eines Blatt Papiers auch, je nach Umgebungslicht, anders getönt wird. Der „Weißabgleich“ in unseren Augen/Hirn passt das wiederum an, so dass wir etwas weißes immer als weiß sehen, auch im schummrigen gelblichen Licht einer Kerze. Daneben wirkte die Darstellung auf dem iPad oft unnatürlich grell oder kühl. Das neue iPad passt die Darstellung jetzt dem Umgebungslicht an, so dass virtuelle Buch oder Dokument bei Kerzenlicht genauso aussieht, wie das echte Buch oder Papier, dass daneben liegt.

Um solches Systemweit zu leisten brauchte Apple vermutlich eine leistungsfähigere Quartz-Engine. Man musste sie nicht erfinden, da es sie auf OS X schon gab. Man musste nur das Vorhandene auf iOS übertragen.

Umgekehrt steht damit einem Macbook oder iMac mit True Tone Display nur noch wenig entgegen. Ich vermute (obwohl ich kein Aktien Analyst bin), dass uns von Apple ein solches Gerät bis 2017 ins Haus steht (oder auch endlich ein längst überfälliges Stand-Allode Thunderbolt 5K Retina Display mit dieser Technologie).

Viel bunten Spass wünscht

Euer MacGenie.de


PS: Das habe ich bisher noch nie gemacht, einen Artikel zweimal schreiben. Aufgrund des Feedbacks schien es mir diesmal ausnahmsweise erforderlich. Ausserdem wollte ich meine „Nachtarbeit“ aus „Historischen“ Gründen und weil bereits darauf verlinkt wurde, nicht löschen.
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Sensation – geheimes Feature in iOS 9.3.1: CMYK auf iPad und iPhone

Vorher/Nacher in iOS 9.3.1 werden CMYK PDF und Bilder jetzt korrekt angezeigt (linke Seite) © 2016 MacGenie.de

Sensation – geheimes Feature in iOS 9.3: CMYK jetzt auch auf iPad und iPhone

Ich spiele ja sonst nicht „Bild-Zeitung“ und Sensation ist schon sehr hoch gegriffen. Aber wenn ein (bisher fehlendes) Feature, dass mich seit dem ersten iPad nervt, jetzt klammheimlich und kommentarlos von Apple geliefert wird, dann ist das schon was. Wenn dieses heimliche Feature dann von Apple-Newsseiten und Fachpresse bis heute unkommentiert bleibt, dann kann mich das schon mal die halbe Nacht wach halten, mit selber testen, vergleichen und tippen.

Vorher/Nacher in iOS 9.3.1 werden CMYK PDF und Bilder jetzt korrekt angezeigt (linke Seite) © 2016 MacGenie.de

Vorher/nachher in iOS 9.3.1 werden CMYK PDF und Bilder jetzt. endlich  – wie von Mac OS X gewohnt – korrekt angezeigt (linke Seite)

Neu: überarbeitete Kurzfassung des Artikels für Eilige…

Bisher konnten weder iPad noch iPhone CMYK*

Wenn ihr testen wollt, ob euer System/Gerät CMYK schon korrekt anzeigen kannCMYK-RGB-Test.pdf

Da ich beruflich, wie privat viel mit Drucksachen (von Offset-Druckereien nicht aus dem PC-Drucker) zu tun habe entsteht auf meinem iPad – seit dem iPad 2 – der ein oder andere Flyer oder Plakat als Entwurf. Als universelles Format hat sich hier PDF „Portable Document Format“ durchgesetzt. Aber iOS kann im Gegensatz zum „Großen Bruder“ OS-X mit PDFs in CMYK-Druckfarben nichts sinnvolles anfangen. Sieht man sich solch eine PDF-Datei auf dem iPad an, wirken die Farben extrem grell und „falsch“. Die Farbwerte werden unter iOS 1:1 von CMYK nach RGB umgerechnet, ohne die Andersartigkeit der Grundfarben und die Helligkeitsabnahme zu berücksichtigen. So wird aus dem eher kräftigen gedeckten Cyan-Mittelblau die leuchtend grelle Mischung aus blauem und grünem Licht.

Bei OS X ist dagegen seit mehr als einem Jahrzehnt serienmäßig eine Art „CMYK-Druckfarbensimulation“ integriert, das ist ein Farbprofil, das intern die CMYK-Druckfarben auf RGB-Bildschirmfarben umrechnet. Auf dem Mac braucht man seit über 12 Jahren kein spezielles Programm, um Drucksachen einigermaßen richtig anzeigen zu lassen. Man braucht dafür auch als Programmierer keine besonderen Fähigkeiten. OS X erledigt das. So kann ein Mac mit der serienmäßigen Vorschau-App oder Safari Drucksachen (für Laien ausreichend) farbrichtig anzeigen. Wenn ich bisher Bilder, Logos oder Grafiken, die im CMYK-Format erstellt wurden, in ein iPad Dokument einbaute erfolgte die Anzeige im grell-gruseligen Neon-Look. Das betrifft nicht nur Grafiker sondern auch jenen Anwender, der die PDF eines gedruckten Artikels, eines Prospektes oder einer Bedienungsanleitung lädt, sofern diese im CMYK-Format erstellt wurde.

Ein Anbieter musste also die Druck-PDF, auf dem Mac/PC so für RGB Bildschirmanzeige umwandeln, dass sie auf Mobilgeräten korrekt angezeigt werden konnten. Aber nicht nur der Bildschirm war ein Problem, auch der Import in anderen Apps wie Pages oder Word. Dokumente, Fotos, Logos oder Grafiken die bereits im CMYK Format sind, kann ich auf dem iPad überhaupt nicht vernünftig weiter verwenden.

Auch Entwickler Betroffen

Da iOS anders als OS X bisher mit CMYK nicht umgehen konnte fehlte diese Funktion auch in nahezu allen Grafik-Apps (einzige mir bekannte Ausnahme war Adobe Acrobat). Das war dann oft auch der größte Funktionsunterschied/Haken an Apps wie Autodesk Graphics (früher iDraw) zu ihrer Mac-Version die CMYK konnte. Ein absolutes K.O. Argument für ein iPad Pro. Was nützt Pro Hardware bei einem Hobbybetriebsystem.

Jetzt mit iOS 9.3. gehen erstmals RGB-Farbprofile und CMYK Darstellung auf iPad und iPhone!

Aber seit iOS 9.3.1 (eigentlich schon seit dem kurzlebigen 9.3) ist das vorbei. Mehr zufällig sah ich mir CMYK Prospekte und Anzeigen auf dem iPad an, doch statt der üblichen grellen falschen Farben bekam ich auf Anhieb ein korrektes Bild. Für mich ein riesiger Fortschritt, der kein „One more Thing“ auf einer Keynote war und bisher auch von keinem Newsdienst gewürdigt wurde.

Wieso gerade jetzt mit iOS 9.3?

Ich vermute, dass die Überarbeitung der Bildschirmdarstellung ein Nebeneffekt des neuen iPad Pro 9.7 mit dem neuen »True Tone Display« ist. Dieses passt nicht nur den weißen Hintergrund des Bildschirms, sondern alle Farben auf dem iPad dem Umgebungslicht an. Damit wird simuliert, dass sich in der wirklichen Welt das Weiß eines Blatt Papiers auch, je nach Umgebungslicht, anders getönt wird. Der „Weißabgleich“ in unseren Augen/Hirn passt das wiederum an, so dass wir etwas weißes immer als weiß sehen, auch im schummrigen gelblichen Licht einer Kerze. Daneben wirkte die Darstellung auf dem iPad oft unnatürlich grell oder kühl. Das neue iPad passt die Darstellung jetzt dem Umgebungslicht an, so dass virtuelle Buch oder Dokument bei Kerzenlicht genauso aussieht, wie das echte Buch oder Papier, dass daneben liegt.

Um solches Systemweit zu leisten brauchte Apple vermutlich eine leistungsfähigere Quartz-Engine. Man musste sie nicht erfinden, da es sie auf OS X schon gab. Man musste nur das Vorhandene auf iOS übertragen.

Umgekehrt steht damit einem Macbook oder iMac mit Truetone Display nur noch wenig entgegen. Ich vermute (obwohl ich kein Aktien Analyst bin), dass uns von Apple ein solches Gerät bis 2017 ins Haus steht (oder auch endlich ein längst überfälliges Stand-Allode Thunderbolt 5K Retina Display mit dieser Technologie).

PS: Apropos  Bildschirmfarbe – Night-Shift – warme Farben gegen Schlaflosigkeit 

Übrigens gab es mit iOS 9.3 für alle 64 Bit iOS Geräte (iPad Air / iPhone 5S und neuer) den Nacht-Modus „Night-Shift“, bei dem das weiße iPad nachts gelblicher leuchtet, als tagsüber (weil blaues Licht angeblich wach hält), auch dafür waren Änderungen an der Bildschirmausgabe nötig. PS: bei mir zeigt das keine Wirkung, denn statt zu Schlafen habe ich heute Nacht diesen Artikel verfasst. 

Gute Nacht wünscht

Euer MacGenie.de


*Erklärung – Was ist CMYK – auf der nächsten Seite…

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AirPlay WiFi Adapter (Audio+Video) für’s Auto

Airplay für RT4 (Audio + Video inkl. Mirroring) und andere PKW-Navis mit LCD-Monitor und AV-Eingang).

Andoer® Auto Wi-Fi Airplay/Miracast/AllShare Cast Audio+Video Mirrorlink Box

Andoer® Auto Wi-Fi Airplay/Miracast/AllShare Cast Audio+Video Mirrorlink Box

Wenn ich Zuhause mein iPhone (oder iPad oder PC…) drahtlos mit dem Fernseher verbinden will, hab ich dafür das Apple TV (ab 2. Gen.). Alles was auf meinem Phone läuft – Musik (das ATV ist auch mit der Stereo-Anlage verbunden) Videos, Fotos, Diashows und selbstgebastelte Videos oder Streaming-Dienste – all das kommt so auf meinen Bildschirm.
Eigentlich könnte ich zufrieden sein. Immerhin hat mein Citroen C5 hat ein luxuriöses Navidrive RT4 Festeinbau mit Radio, Telefon und Festplatten-Jukebox. Seit ein paar Jahren hat dieses sogar ein USB-Anschluss im Handschuhfach, um mein RT4 (dank Mira-Scripts) mit Musik und Daten zu bestücken. Aber mein iPhone bleibt – mangels Bluetooth-Schnittstelle (ab RT5)  – aussen vor. Dabei verfügt mein RT4 im Handschuhfach immerhin über einen AV-Eingagn (FBAS Video, Audio L/R).
Meine alten iPods mit und ohne Video konnte ich dort – genau wie mein iPhone 3G bis 4S mit dem Apple AV Kabel anschließen. Dieses passt leider bei iPhone 5 mit Lightning-Anschluss nicht mehr. Ausserdem sind Kabel Oldschool und so manches mal hab ich früher iPod oder iPhone auch mal liegen lassen.
Die drahtlose Lösung die sich aufdrängte hieß Bluetooth Audio-Konverter. Auf der Suche nach dem passenden Teil schielte ich auch immer wieder auf diverse chinesische »MIRA-CAR-ADAPTER« o.ä. Diese versprachen Airplay-Kompatibilität mit Audio UND Video. Da diese Dinger immer nur direkt aus China von unbekannten Firmen mit zweifelhafter Rückgabe-Abwicklung und ohne Bewertung angeboten wurden, konnte ich mich beherrschen. Letzte Woche aber sah ich ein solches Gerät über Amazon Prime angeboten »Andoer® Meistverkaufte Auto Standard Wi-Fi Airplay Miracast AllShare Cast Bildschirmspiegelung Audio & Video Mirrorlink Box für Smart Phones Tablet PC« (kein Witz) – und da wusste ich, dass sich Amazon nicht nur um den (schnellen) Versand kümmert, sondernd auch für eine problemlose Rückgabe/Erstattung sorgt. Das ganze auch noch für enorm günstige 45 Euro. Sehen und Bestellen waren eins – zumal der Artikel immer nur sporadisch bei Amazon auftaucht – und nur selten zu diesem Preis.
Am nächsten Tag kam das Paket. Der erste Eindruck war o.k. klein, Metallgehäuse, eine Schraub-Antenne, ein Kabel mit weißem Kunststoffstecker für das Gerät und vielen Leitungen dran. Drei davon mit Cinch-Steckern im bekannten Gelb/Rot/Weiß für Audio und Video, vier weitere Kabel (zwei schwarze, ein gelbes, ein rotes), von denen das Rote ein Etikett mit AC und ein Schwarzes mit GND ausgezeichnet war. Die Bedeutung der zwei zusätzlichen Kabel in Gelb und Rot ist mir bis heute unbekannt. Dazu hat die Box noch eine zweite Buchse (erinnert an die Buchse des RT4 für das USB-Kabel).
Die beigefügte Chinesisch-Englische Anleitung war nicht hilfreich und beschrieb nur das offensichtliche. Immerhin war hier der Name kürzer: »MirrorCast Dongle«.
Für den Anschluss braucht man zusätzlich noch einen Zigaretten-Anzünder Anschluss möglichst mit Kabel und Lüsterklemmen, da die Stromkabel doch recht kurz sind.
Ich hab das ganze erst mal mittels eines Universal-Netzteils mit 12V im »Trockendock« an den heimischen Fernseher geklemmt – und das war gut so. Ein Bild (1) erschien auch nach kurzer Boot-Sequenz. Kurz darauf konnte ich ein neues WLAN-Netzwerk namens »EZCar-….«, mit meinem iPhone auswählen – es war »offen« und verlangte kein Passwort (ein wenig bedenklich). Sofort danach wurde mir im AirPlay-Menü des iPhones ein neues Gerät angezeigt – allerdings nur Audio (Boxen-Symbol). So schnell gebe ich aber nicht auf. Im (hochauflösenden) Testbetrieb konnte ich erst mal feststellen, dass mir auf dem Bildschirm verschiedene Sachen angezeigt werden (Achtung beim Low-Res RT4-Bildschirm wäre das unlesbares Augenpulver):
  1. Die Internet-Adresse »http://192.168.203.1«
  2. der o.g. Name des Netzwerkes
  3. und eine (scheinbar überflüssige!) PIN: 12345670.
Ich tippte also die Adresse in meinen iPhone-Browser ein und landete in der (sehr spartanischen) Benutzeroberfläche.
Hier (2) konnte ich das Gerät mit einem anderen Netzwerk (meine heimische Fritzbox) verbinden, was ich auch tat. Nach einiger Zeit (oder einem Neustart) erschien auf dem TV-Bildschirm eine andere IP und der Hinweis, dass es jetzt mit meinem Heimnetz verbunden sei. Mein iPhone war nicht mehr mit dem Gerät verbunden, da dieses jetzt als WLAN Client arbeitete, dem per DHCP von der Fritzbox (oder jedem anderen heimischen Router) mit einer neuen IP Versorgt wurde. Mein iPhone war inzwischen mangels Alternativen wieder mit meinem Heimnetz verbunden.
Mit der neue angezeigten IP (z.B. 192.168.178.123) kam ich wieder in die Oberfläche des »MirrorCast Dongle« und konnte jetzt per Klick auf »upgrade« die neueste Firmware laden. Danach galt es die Verbindung mit dem heimischen Netz wieder loszuwerden. Dafür gab es sogar einen Knopf im Browser Interface »Forget«. Es passierte aber nichts. Nach weiteren Fehlversuchen bleib mir nur übrig, das Alan-Passwort meiner Fritzbox zu ändern. Nach einem weiteren Strom raus/rein Neustart des »MirrorCast Dongle« bastelte dieser wieder brav sein eigenes Netzwerk (immer noch ohne Passwort-Schutz).
Jetzt konnte es ab ins Auto gehen. Mein Universalnetzteil ersetzte ich durch einen 12V Zigaretten-Anzünder-Stecker mit Stromkabel (eine »unsichtbare« Direktverkabelung verschob ich erstmal auf wärmere Tage) und schloss es an die Zigarettenanzünder-Buchse direkt vorne beim Cockpit (verfügt über Zündungsplus). AV schloss ich im Handschuhfach an, in dem auch der »MirrorCast Dongle« Platz fand.
Das Ergebnis war 100%ig wie erhofft. Im Aux. Modus wird nur der Ton übertragen. Die »Eingangs«-Lautstärke lässt sich drahtlos über das iPhone regeln, die Ausgangslautstärke am RT4. Ein hervorragendes Signal. Optimale Lautstärke, eine klare, brumm- und störungsfreie Audioübertragung.
Jetzt kam Ton mit Bild dran – ein Musikvideo, Das RT4 per Menü in den Videomodus geschaltet. Auch hier ein sauberes flimmerfreies unversehrtes 16:9 Bild ohne Ruckeln. Als ich danach auf dem iPod wieder einen reinen Musiktitel spielte, zeigte mir der »MirrorCast Dongle« auf dem Monitor das Album-Cover sowie ein aktueller Frequenzpegel darunter – nett.
Darüber hinaus kann man das iPhone (oder iPad/iPod Touch) auch in den Bildschirm-Synchron-Modus bringen. Jetzt wird ALLES was das iPhone zeigt im hoch oder Querformat gespiegelt (das ging mit dem AV-Kabel von Apple nie). Das musste ich sofort mit der TOMTOM-App testen. Dazu das iPhone ins Querformat – und schon führt mich TOMTOM (ja ich weiß der RT4 Navi ist auch super) mit klaren Audio Hinweisen und sauberer Bildschirmanzeige gepaart mit meiner iPhone Musik ans Ziel.
PS: Was nicht geht – nicht gehen kann ist Telefonieren. Das geht über WIFI gar nicht, nur über USB und liegt nicht am Gerät. 
Wem Audio genügt und wer gerne gelegentlich mit dem iPhone im Auto telefonieren möchte, dem sei ein Bluetooth Adapter mit Bedienter/Mikrofon = Freisprechfunktion empfohlen. Z.B. DIESER.
Andoer® MirrorCast WiFi Dongle (AirPlay/Miracast)
Airplay Video Funktion ging erst nach Software Update aus dem Internet (vorher nur Airplay Audio).
Getestet mit div. iPhone (4S, 5S, 6) an Citroen NaviDrive RT4 mit AV Eingang. Musik (mit Coveranzeige), Musik Videos, iPhone Navi Apps (über Bildschirm Spiegeln im Querformat) – alles bestens.
Vorteile
  • Super Preis
  • Mit Amazon Prime schnelle Lieferung und problemlose Rückgabe.
  • Sehr gute Bild und Tonqualität
  • Einfache Wlan-Verbindung
  • Airplay (kompatibel mit iPhone 3GS und neuer)
  • Bildschirm-Spiegelung (kompatibel mit iPhone 4S und neuer)
  • Hardware einfach zu installieren
Nachteile
  • Ungenügende Bedienungsanleitung. Nichts wichtiges wird erklärt. Weder das Webinterface (oder dessen Existenz) noch der Download von Updates.
  • Airplay Video Funktion erst nach Software Update aus dem Internet
  • Browser Interface weist Fehler auf (gemerkte WLAN-SSIDs können nicht vergessen werden).
  • Viel zu kleine Schrift beim AV-Ausgang – bei kleinen Autobildschirmen mit mäßiger Auflösung unlesbar
  • Keine verschlüsselte WLAN Verbindung möglich.
  • Unbekannte Kabel und Anschlüsse
Trotzdem 100% Empfehlung. Dank des konkurrenzlosen Angebotes und supergünstigen Preises gebe ich 4 von 5 Sternen.
Have Fun – und Augen auf im Straßenverkehr!
Eurer MacGenie
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Hier der Link zu Amazon:

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Veröffentlicht in iPhone/iPad, Mac, News

iOS 9.2 macht iPhones fit für Kamera-Import (auch mit alten Lightning Adaptern)

iOS 9.2 macht iPhones fit für Kamera-Import (auch mit alten Lightning Adaptern)


Als das iPad 2010 noch von Steve Jobs persönlich präsentiert wurde, waren Fotos (betrachten⁄präsentieren) eines der Schlüsselfunktionen. Da diese irgendwie auf das (damals noch) kameralose iPad hinauf kommen mussten lieferte man gleich als Zubehör das Apple iPad Camera Connection Kit in Form eines SD-Karten Lesers und eines USB-Anschlusses für Kameras als Paket für vertretbare 29.- Euro auf den Markt. Die Betonung bei diesem Accessoire lag nicht ohne Grund auf iPad – denn auf iPhones verweigerten beide Adapter die Zusammenarbeit.

Daran änderte sich auch nichts mit der Einführung der Lightning-Schnittstelle als potenterer Nachfolger des noch vom Ur-iPod stammenden 30-Pin-Connectors. Es dauerte zwar nicht lange, dann kamen die beiden Adapter mit dem neuen Anschluss, welche nun aber – selbst für Apple ziemlich dreist – einzeln soviel kosteten, wie vorher das zweiteilige Kit. Doch trotz des doppelten Preises blieben auch die iPhones (ab 5) außen vor – diese durften Bilder liefern, aber nicht importieren. Bei den neuen iPhones, die inzwischen bis zu 64 GB, später sogar 128 GB an Bord hatten und seit dem 6plus auch als Konkurrenz zum iPad mini auftraten, wurde diese Verweigerungshaltung letztlich unverständlich. 

Seit dem Update auf iOS 9.2 In der zweiten Adventswoche hieß es bei Apple und den entsprechenden News-Diensten, dass der aktualisierte SD-Kartenleser jetzt auch mit dem iPhone funktioniere. Da zu dessen Kompatibilität ausdrücklich das iOS-Update 9.2 nötig sei, weckte in mir den Gedanken, dass im iPhone iOS einfach der bislang fehlende Treiber endlich implementiert wurde. Das wollte ich jetzt einfach mal testen. 

Aus Geiz (oder kaufmännischen Grundsätzen) besitze ich nur Apples USB-Adapter. Damit konnte ich an mein iPad nicht nur Kameras, sondernd in Kombination mit einem 5 Euro billigen USB-SD-Kartenleser von LogiLink auch SD-Karten schnell und zuverlässig in die Fotos-App übertragen. Und siehe da:

Import mit altem Adapter und iPhone 5S geht jetzt.Mit iOS 9.2 bekommen alte Lightning USB / SD Adapter auf dem iPhone eine zweite Chance.

Mein iPhone 5S das bis iOS 9.1 sowohl Kameras als auch USB-Karten die kalte Schulter in Form einer Alarm-Meldung gezeigt hatte importiert seit iOS 9.2 beschwerdefrei Fotos und Filme mit meinem 1 Jahr alten Adapter – na sieh mal einer an. Und keiner scheint es bis jetzt gemerkt zu haben. Danke Apple (warum nicht gleich so?)!

Mein Wunsch für iOS 9.3 wäre dann der freie Im- und Export von Daten über USB-Sticks (Sofern sie mit der Stromversorgung des Adapters auskommen) oder von SD-Karten – mit Jailbreak und iFiles klappte das nämlich schon vor Jahren mit dem ersten iPad.

Und wenn ich mir schon was von Apple wünsche, dann doch gleich auch noch den Import von AVCHD-Videos wie sie von Panasonic und Sony Foto- und Video-Kameras geliefert werden – auf dem Mac geht das schließlich auch schon seit etlichen Jahren. 

Jetzt muss ich nur noch mein altes iPhone 4S und das alte 30-PinApple iPad Camera Connection Kit aus der Versenkung holen und ausprobieren (die Hoffnung stirbt zuletzt). Und wer immer da draußen das original »Lightning auf SD-Kartenlesegerät« hat, kann ja meine Mutmaßungen bestätigen. 


Frohe Adventszeit

 

Euer MacGenie

Veröffentlicht in News

Tastatur für das iPad mit Cursor- und Zifferntasten.

PadKeys Keyboard – meine neue Lieblings-Tastatur.

Meine neue iPad Tastatur. Nein, ich habe mir noch immer keine Bluetooth-Tastatur gekauft.  Ich habe ja mein Apple Bluetooth Keyboard von meinem iMac.  

PadKeys Keyboard

PadKeys Keyboard

Ein- bis zweimal im Jahr nutze ich es sogar für das iPad. Den gesamten Rest der Zeit bin ich zufrieden mit meiner Bildschirmtastatur. Seit iOS 8 erlaubt Apple auch hier alternative Apps.  Aber alle, die ich bisher getestet hatte erwiesen sich als Flops.  

Jetzt habe ich doch eine gekauft.  Für 1,99 €.

Sie bietet nicht nur Ziffern ohne Umschalttaste, sondern auch die oft vermissten Cursor-Tasten. Letztere waren für mich auch der ausschlaggebende Kaufanreitz. Ein bisschen mulmig war mir schon beim Kauf zumute, gab es schliesslich im deutschen Appstore noch gar keine Rezensionen.  Naja – bei knapp zwei Euro war das Risiko überschaubar – Rückgaberecht für Apps gibt es auch, also mutig zugegriffen. Und ich bin zufrieden. Endlich mal eine Tastatur-App, die keinen Zugriff benötigt, um überhaupt zu funktionieren.  Nur wer die Klickgeräusche beim tippen braucht muss diese aktivieren – wobei der Hersteller auch glaubhaft versichert, dass die App weder Daten sammelt, noch »nach Hause telefoniert«. Und auch die vermissten Cursortasten (landläufig auch Pfeiltasten) sind endlich vorhanden und funktionieren prächtig. Allerdings nur Cursor links und rechts und mit der »Alt-Taste« auch als Wort nach links/rechts nutzbar. Natürlich gibt es die Tastatur auch mit deutscher Belegung, Umlaufen und Esszett.  Auch die Wortangebote oberhalb der Tastatur gibt es hier.  Statt – wie bei Apple drei – sind es soviel, wie in eine Zeile passen.
PadKeys Keyboard

PadKeys Keyboard

Die Tasten sind normalgroß.

Lediglich die obere (Ziffern-) Tastenreihe hat nur die halbe Höhe.  Sonderzeichen finden sich an den von klassischen Tastaturen gewohnten Stellen. Klammer auf z.B. bei Umschalt 8⁄9.  Zusätzlich gibt es eine Alt-Taste.  Die Umsschalttasten werden bei Doppeltap zur Feststelltaste (Caps-Lock).
Wer auf dunkle Tasten steht, wird auch nicht enttäuscht: Es gibt einen Dunkel-Modus.
Fremdsprachliche Buchstaben gehen wie beim Original mit »Tasten halten« oder wie bei echten Tastaturen mit Kombinationen (Deadkeys). So ergibt „´“+“e“=“é“.
Das Einzige, was ich jetzt noch vermisse sind die Textersetzungen und die Mikrophon-Taste. Für beides muss man zum Original greifen.  
PadKeys Keyboard

PadKeys Keyboard

Risiken und Nebenwirkungen? 

Etwas Umgewöhnung ist nötig, wenn man sich – wie ich – schon sehr an das Apple-Layouts gewöhnt hat (Halbe Stunde Tippen – und alles bestens). Und man verliert eine Halbe Tastenhöhe an Bildschirmfläche.  Ich werde den Programmieren noch als Feedback empfehlen – wahlweise – die Tasten beim Querformat etwas zu schrumpfen.   

Kaufempfehlung und 5 Sterne .

 

Viel Spaß wünscht
MacGenie.de
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Apple Music für Android ab Herbst 2015

Apple Music – für Android ab Herbst


2003 anlässlich iTunes für Windows

Apple 2003 iTunes für Windows, Herbst 2015 Android

Apple Music für Android ab Herbst  

Kaum zu glauben aber vernünftig…

Bereits gestern konnte ich in mehreren Newsdiensten und -Blogs lesen, dass Apple  Entwickler für Android sucht.  Gemutmaßt wurde, dass es sich dabei um den Einsatz für Apple Music handeln würde. Heute  sah ich mir die Apple Seite an, um festzustellen wie sich die neue Integration des Apple online Store anfühlen würde.  Dabei suchte ich nach dem neuen iPod touch und landete bei Apple Music und was muss denn da meine entzündeten Augen sehen? Bei der Beschreibung über Music und der Gerätekompatibilität dieses Dienstes stand auch Android mit in Reih und Glied geht zusammen mit dem Hinweis auf Herbst diesen Jahres.

Schon gestern zum Thema der Suche nach Android Programmierern titelte Macnews.de „Hell froze over 2: Apple sucht Android Entwickler“ die damalige Präsentation von Steve Jobs war auch meine erste Assoziation. Und 2015 sind die Gründe genau so pragmatisch wie 2003. Denn beim Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch für die Feindschaft.  Wäre dem nicht so hätte Apple einen seiner größten Smartphone Konkurrenten – Samsung – nicht auf der Liste seiner Lieferanten für das iPhone.

Und es ist realistisch.  Auch wenn Apple auf dem Smartphonemarkt starke Präsenz zeigt und diesen in mancher Hinsicht nicht sogar dominiert, so sind die Mehrheit aller Smartphonebesitzer Android-Nutzer (allein schon, weil es jenseits des Gebrauchtmarktes keine iPhones im Preisbereich 100-300 Euro gibt). Es ist davon auszugehen das diese neue Apple-Music-App für Android sich nicht nur auf den Streaming-Dienst bezieht, sondernd die ganze iTunes-Infrastruktur zugänglich macht (Kauf- und Leih-Musik, -Filme, -Serien und Musikvideos). 

Außerdem zeigt diese Entscheidung von Apple deutlich, dass Apple Music kein Hobby ist und auch kein „Lockmittel“ zum iPhone. Es soll ein neues Standbein sein, dass auf Gewinn ausgelegt ist. 

Persönlich muss ich dazu sagen, dass Apple Music (genau wie Spotify) nicht so mein Ding ist. Ich will – wie Steve Jobs einmal zum Thema Streaming ( und als Begründung für seine Ablehnung dazu) sagte: „People want to own their music“. Menschen wollen ihre Musik besitzen und ich bin so ein Mensch. Ich habe mir meine Musik seit den frühen 80ern zusammengekauft. Seit 2003 migrieren ich mit meinen ganzen CDs auf Festplatte und seitdem kaufe ich Musik nur noch im Apple (meist nur einzelne Titel, kaum mehr Alben). Dabei gebe ich pro Monat nur selten mehr, als 2,68 € aus. Finanziell würde sich Music führ mich gar nicht lohnen. Bisher habe ich „Music“ noch nicht einmal kostenlos getestet. Bei Filmen und Serien sieht es da ganz anders aus – wenige Klassiker (die ich mehr als zweimal sehe) kaufe ich, alles andere wird gestreamt. Hier bin ich von Maxdome über Watchever jetzt bei Amazon-Prime Video gelandet und mit dem Preis-Leistungsverhältnis zufrieden (das Angebot ist noch ausbaufähig).

Diese (erste) Androiden-App von Apple lässt mich persönlich noch auf zwei weitere Android-Apps von Apple hoffen: iMessage (mein liebster Message-Dienst – ich hasse WhatsApp), dass bisher auf die Apple-Welt beschränkt ist und auch auf FaceTime (wenn mir das auch nicht so wichtig ist). 


One more Thing…

PS: Apropos Apple Music was mich an der Zeit gewaltig nervt ist, dass ich es nicht ausblenden kann.  Ich kann zwar bei iPhone und iPad „Music“ abstellen,  aber es quillt trotzdem aus jeder Ritze und mach die einstmals super einfache Bedienung von der Musik-App unnötig umständlich. Da wo in der unteren Menüleiste mal vier Symbole frei konfigurierbar waren sind jetzt nur noch zwei Symbole für mich nutzbar: Meine Musik und Playlists und ich kann es nicht ändern. Unter Radio (was ich nichtvabschakten kann) finden sich statt vieler kostenloser Internetradios nur noch Apple-Music Sender, von denen lediglich zwei kostenlos sind (Beat1 und BBC-News) bei dem Rest kommt der Hinweis: „Apple Music Abo erforderlich“. Den vierten Knopf „Connect“ kann man in der Kindersicherung abschalten – da waren es nur noch drei. Ich will meine Alte Music App zurück. Leider habe ich auch im App-Store noch keinen adäquaten Ersatz gefunden. Getestet habe ich bisher mehrere, der (bislang) beste war: CarTunes Music Player Music Player, den für den Einsatz im Auto wirklich prädestiniert ist. Genau für diesen Zweck habe ich die App angeschafft. Bisher war es aber für mich mehr eine Ergänzung, als ein Ersatz. Doch inzwischen habe ich die (Universal iPad/iPhone/iPod Touch) App auch auf dem iPad und bin zufrieden. Nichtsdestotrotz bin ich für sachdienliche Hinweise zu einer Musikapp im Stile von iOS 1-6 (ich mochte sogar Coverflow) dankbar.

 

Freundliche Grüße vom

MacGenie 

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iOS Apple Pages unscharf – kein Retina mehr? Problem & Lösung.

iOS Pages Unscharf – Retina kaputt? Problem & Lösung.


Pages unscharf?

Pages (links mit Retina, rechts ohne Retina)


Pages ist mein bevorzugtes Text- und Layoutprogramm (!) auf dem iPad, auch wenn es noch weit davon entfernt ist, perfekt oder mängelfrei zu sein. Eine unerwartete Macke ist mir schon vor Monaten unter iOS 8.3 aufgefallen. Ich hatte aber gehofft, dass sich das Problem mit dem Update von iOS 8.4, dass am Mittwoch, 1.7. 2015 veröffentlicht wurde erledigt hat. Hat es nicht:

Unscharf?

Unter Pages 2.5.3 und iOS 8.3 und auch noch iOS 8.4 ist einigen (nicht allen!) Pages Nutzern mit Retina Display aufgefallen, dass der Text im Pages Dokument jetzt so unscharf ist, als gäbe es dort keine Retina Auflösung. 
Besonders scharfe Beobachter entdeckten diesen Fehler auch bei den Miniatur-Vorschaubilder ihrer Dokumente in dem Dokumenten-Auswahl-Bildschirm von Pages. Betroffen ist nur Apple Pages (nicht die anderen iWork Apps – Numbers und Keynote). Auch besteht die Unschärfe nur bei der Darstellung des Dokumentes selbst. Menüelemente bleiben scharf dargestellt.
Betroffen sein können ALLE iPads, iPhones und iPod Touch mit RETINA Display Pages 2.5.3 und iOS 8.3/8.4 (also ab iPad 3, iPhone 4S, iPod Touch 5G). 
 

Das Rätsel

 
Online wurde in vielen Foren darüber debattiert und gerätselt, manch einer erzielte kurzfristige Verbesserungen durch Allgemein → Zurücksetzten: Alle Einstellungen in den Systemeinstellungen. Das wollte ich partout nicht machen. Also forschte ich weiter. Seltsamerweise hatte das iPad Retina meiner Frau dieses Problem nicht. 
 

Des Rätsels Lösung:

Bedienungshilfen → Bildschirminhalt sprechen AUS!

 
Anscheinend
Bildschirminhalt sprechen muss aus!

Bildschirminhalt sprechen muss aus!


verwendet der aktivierte Bildschirm-Inhalt-Sprechen Modus für eine »alternative« Bildschirmdarstellung mit einen „modifizierten“ Bildschirmtreiber (o.ä.). Pages scheint darauf falsch (non Retina) bei den Bildschirminhalten (Menüelemente bleiben scharf) zu reagieren. 
 
Da dieser Fehler nur bei Pages auftritt handelt es sich vermutlich um einen Programmierfehler bei Pages. Interessanterweise scheinen die Pages Vorschaubilder in der Dokumentenauswahl »Bildschirmfotos« der Originale zu sein. Das führt dazu, dass diese nach öffnen und schliessen einer Datei ebenfalls wieder »scharf« abgebildet werden.
 
 Dieses Problem kann man dadurch auflösen, dass man in der System Einstellung unter Allgemein, Bedienungshilfen, Sprachausgabe,  Bildschirminhalt sprechen abschaltet. 
Danach muss man Pages „zwangsbeenden“. Das gelingt durch ein „Doppelklick“ auf den Homebutton, was eine Übersicht der aktiven Programme zeigt. Hier sucht man Pages/den Pages-Bildschirm und schmeißt diesen durch eine Wischgeste nach oben heraus. Ein einfaches Drücken des Homebuttons beendet diesen Modus.  Jetzt startet man Pages nochmal und alles sollte wieder superscharf sein.  
 
Diese Lösung funktioniert auf allen iOS Geräten wie iPad, iPhone und iPod Touch. 
 
PS: Um Apple über das Problem – und die Ursache nicht im Unklaren zu lassen, habe ich es natürlich auch unter https://www.apple.com/feedback/pages_ios.html gemeldet.

PPS: meine Berichte erstelle ich komplett auf dem iPad mit BlogPad Pro (für mein WordPress CMS), die Bilder /Screenshots werden bearbeitet mit Pixelmator
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Meine Apple WATCH

Meine Apple WATCH

Apple WATCH SPORT

Apple WATCH SPORT

Eigentlich wollte ich keine Apple WATCH

Eigentlich bin ich nicht der Typ für 1.0 Versionen. Klar mache ich gerne mal einen Beta-Test – aber nur zum Spaß und wenn es nix kostet. Bei OS X habe ich erst mit 10.2 angefangen. Beim iPhone fing ich mit dem 3G an (es war das 2. Modell). Auch das erste iPad überlies ich meiner Frau und startete mit dem iPad 2. Bei der ersten Präsentation der Apple WATCH im Herbst 2014 war ich zwar begeistert, besonders darüber, dass Apple eine kleine Version vorstellte, denn große Klötze am Arm sind nichts für mich. 
 

Voraussetzung: iPhone 5 oder besser

Voraussetzung iPhone 5 oder besser

Voraussetzung: iPhone 5 oder besser

Außerdem hatte ich nur ein iPhone 4S, mit dem ich noch zufrieden war und dass ich auch nach wie vor für das iPhone mit dem (gebraucht bei den diversen sogutwieneu Anbietern) besten Preis/Leistungsverhältnis halte.

Aber da mein Ende 2012 (gebraucht) gekauftes iPhone 4S inzwischen 2½ Jahre auf dem Buckel hatte war jetzt der Wechsel zu einem sogutwieneuem iPhone 5S angesagt.
Damit stand jetzt auch einer Apple Watch nix mehr im Wege.
 

Kaufen oder nicht kaufen…

Am Stichtag für die erstmögliche Vorbestellung war ich fast soweit – konnte mich dann doch beherrschen. Erst der erste Kontakt am Tag nach der ersten Lieferung bei einem Bekannten (42mm Edelstahl-Version mit klassischem Lederarmband) löste bei mir einen „Auch-Habenwollen“-Reflex aus – dem ich ein paar Tage später – letztlich erst auf Anraten meiner Frau – nachgab. Ohnehin war seit ein paar Monaten die Stelle an meinem Arm frei. Meiner geschätzten Casio Marine Gear Armbanduhr war nach 5 ½ Jahren die 10 Jahres Batterie leergelaufen. Sie war Wasserdicht, Analog-Digital, mit Mondphasen und Gezeiten, nicht zu wuchtig, schick anzusehen, aber schwer abzulesen, ihr Glas beinahe kratzfest, ein Lederarmband hatte das Original aus Resin ersetzt (welches zwei Jahre nach dem Kauf brach, die Schlaufe des Armbandes war auch schon getauscht). Was hat das mit der Apple Watch zu tun? Lange hatte ich nach einem Ersatz gesucht. Und jetzt die Apple-Watch gefunden. 
 

Die Qual der Wahl

Soo groß: Apple Watch Sport Verpackung

Soo groß: Apple Watch Sport Verpackung

Die Lieferzeiten für die verschiedenen Kombinationen von Größen und Farben tendierten weit auseinander zwischen zwei Wochen bei scheinbar weniger gefragten Versionen bis hin zu zwei Monaten. Das war dann auch die Entscheidungshilfe zwischen weißem und neongrünen Sportarmband. Letzteres war bei der kleinen 38 mm Apple Watch wohl selten gefragt. Die Entscheidung war richtig. Größe und Farbe gefallen mir auch in der Praxis perfekt und sehen durchaus sehr „wertig“ aus. Interessanterweise ist die Apple Watch 38 mm sogar kleiner, als Casio Marine Gear.

11 Tage später kam das ersehnte Paket von Apple. Die hochwertige unerwartet lange Box aus weißem Policarbonat enthielt tatsächlich die neue Sportuhr. Bis ich sie öffnete glaubte ich noch an eine Fehllieferung (vielleicht ein länglicher Ersatzakku?). Aber sie war es. Vor mir erschien beim öffnen die Uhr, ein zweites längere Teil-Armband, falls sich doch mal ein Mann das zierliche Modell ordern sollte, Ladekabel und USB-Netzstecker. Das halbe kurze Armband war schnell gegen das längere getauscht und los ging es.
 
 

Eine Armband-UHR

Wer sich noch erinnert – eine der drei „Killer-Apps“ beim iPhone war – telefonieren! Wenn ich daran denke, wie umständlich meine Motorola, Philips, Nokia und Sony-Ericsson Mobiltelefone bei der Telefonbuchfunktion waren und wie viel einfacher all das beim iPhone ist, dann sollte man auch bei der Apple Watch erst mal auf die Uhr-Funktionen sehen.
Apple Watch: Zifferblatt wie gedruckt

Apple Watch: Zifferblatt wie gedruckt

Dabei fällt zunächst einmal das kristallklare, gestochen scharfe und wie gedruckt wirkende Display auf. Pulsierende Doppelpunkte, drehende Sekundenzeiger oder andere Animationen signalisieren: es ist kein Druck – es lebt!

Die Zeit ist super klar ablesbar. Das gilt, für die klassische Analoguhren genauso wie für die Digitalanzeigen. Ein Sprung nach vorne. Auf meiner Suche nach einer neuen Armbanduhr fiel mir auf, wieviele billige wie teure Modelle einfach mies ablesbar sind. Besonders gut gefällt mir hier die „Utility“-Analoganzeige mit ihren (optionalen) 12 Ziffern (weiß auf schwarz) sowie vier frei definierbaren Feldern, die ich mit Digitaluhr (= deutsche Weltzeituhr), Temperatur, Datum (wo es hingehört) und Terminkalender nutze. Mein zweiter Favorit ist „Modular“ – eine Digitaluhr mit fünf Zusatzfeldern (bei mir Datum, Termin, Temperatur, Stoppuhr, Akku belegt) in Wunschfarbe. „Schlicht“ nutze ich sehr schlicht – nur mit den Zeigern, ohne Skalen. Die anderen „Chronograph“ (mit wahlweise hellem Hintergrund), „Micky“, „Bewegung“, „Astronomie“, „Solar“ sind mir zum Thema „Zeit“ zu verspielt.

Gezeiten per App

Gezeiten per Zusatz- App

Dann gibt es noch „Farbe“ – klassisch Analog mit wählbarer Einheitsfarbe für alle Elemente  und meinem Monogramm in der Mitte. Mondzeiten kennt sie ja von Haus aus und so fehlte mir zur alten Uhr nur noch die Gezeiten, die ich per gleichnamiger App (gratis) nachrüstete. 

Kommunikativ und hilfsbereit

iMessage geht prima.

iMessage geht prima.

Die Apple Watch gehört zu den Gütern, von denen ich erst wusste, dass ich sie brauchte, als ich sie das erste Mal hatte (wie damals mein erster „Palm“ PDA). Sie war ja nur ein „Kauf-auf-Probe“, denn, wie alle Artikel im Apple Onlinestore, es gab ja eine Rücksendeoption innerhalb von 30 Tagen. Ganz einfach weil es eine so nie dagewesene neue Kategorie war. Der erste Härtetest startete gleich am nächsten Tag bei einem 4-tägigen Event, bei dem ich Teil des Orgateams war und alle Hände voll zu tun hatte. Hier erwies sich die Apple Watch als kommunikativ und hilfreich. Mit iMessage und der Freisprech-Telefon-Funktion konnte ich in Kontakt bleiben, ohne das iPhone rauszuholen. Zum ersten Mal lernte ich Siri richtig schätzen. Diesen Test hat sie mit Bravour abgeschlossen.

Auch bei nutzungsintensiven 14-Stunden-Tagen machte sie nicht schlapp und erst beim Zubettgehen lernte ich den Energiesparmodus kennen. Jetzt war sie degradiert zur einfachen Digitaluhr, die Zeit nur noch auf Knopfdruck preisgab (wie bei den LED-Uhren, die es schon seit den 70ern gab). Bei fehlenden Ladegerät oder wenn man mal mit der Uhr eingeschlafen ist – geht dieser Notmodus auch noch am zweiten Tag (wieviel länger noch hab ich nicht getestet – zu sehr bin ich schon daran gewöhnt).
 

Beweg dich!

Zeit aufzustehen!

Zeit aufzustehen!

1 Minute bewegen! So fordert mich meine Apple Watch regelmäßig auf, seit ich Aktivitäten aktiviert habe. Das nutze ich gern, muss ich mir aufgrund einer alten Verletzung sowieso regelmäßig die Bürositzung mit Bewegung unterbrechen. Die Gelegenheit kombiniere ich dann gleich noch mit einem Schluck Wasser – was ja auch gesund und wichtig ist, auch wenn es die Apple Watch nicht explizit erwähnt.

 
inzwischen habe ich meine erste Radtour mit Apple Watch gemacht. Dabei habe ich die Workout-App mit dem Programm „Rad Outdoor“ getestet. Unterwegs zeigte mir ein Blick auf die Uhr meine Geschwindigkeit (und spart mir nen Tacho), meinen Kalorienverbrauch, Puls usw. Danach weiß ich außerdem, wie lange und wie weit ich gefahren bin, oder wie mein durchschnittlicher Puls war. Nett und hilfreich finde ich das – meine Uhr hält mich auf Zack. Und wenn ich etwas besonderes geleistet habe (oder zum ersten Mal ausprobiert) gibt es gleich ein  neues Abzeichen dafür.  Das ist zwar so sinnlich und wertvoll wie eine Ehrenurkunde beim Grundschuldsport, aber irgendwie auch eine niedliche Idee. Die „200er“ Marke, die man ganz oben auf dem iPhone sehen kann stand für das Erreichen des doppelten Aktivitäts-Pensums an einem Tag. Sie hat mir zumindest ein breites Grinsen abgerungen und ich hab sie am Abend meiner Frau gezeigt.Auch zur Fußgänger-Navigation habe ich die Apple WATCH schon mehrfach benutzt.
 

Ideal zur Fußgänger-Navigation

Fußgänger-Navi

Dafür ist sie ideal! Man muss nicht mehr mit dem Handy in der Hand durch die Straßen laufen. Statt dessen sieht man kurz auf die Uhr, wenn diese durch ein Pochen auf das Handgelenk auf einen bevorstehenden Richtungswechsel aufmerksam macht. Elegant gelöst.

Die Apple WATCH ist ein teurer Spaß

Hochwertiges Kunststoffarmband ohne Sollbruchstellen

Hochwertiges Kunststoffarmband ohne Sollbruchstellen

Apropos Elegant: Ich gebe zu, die Apple Watch ist die teuerste Uhr, die ich je hatte. Meine gefühlte Obergrenze lag bis dahin bei 150 Euro. Die dafür fälligen 399 Euro sind ganz schön happig. Aber ganz schön ist auch die Verarbeitungsqualität. Nichts an ihr wirkt billig – der Übergang zwischen Display und Alu-Gehäuse ist absolut nahtlos. Und selbst das Sportarmband aus Kunststoff macht einen sehr guten Eindruck und ist darüberhinaus auch noch unerwartet innovativ. Anders als das der oben genannten Casio gibt es hier keine „Sollbruchstellen“. Auch eine Schlaufe, die kaputtgehen kann gibt es nicht. Das Armband muss auch nicht überdehnt werden, um in eine Dornschließe eingefädelt und arretiert zu werden. Man legt das Armband einfach um das Handgelenk und fixiert es mittels Alu-Stift und dem nächst besten Loch im Armband. Dann fädelt man das Ende des Armbandes durch eine Öffnung zwischen Arm und Armband. Hört sich kompliziert an, ist superleicht und nichts steht mehr über oder kann irgendwo hinterhaken. Genial – wie die im Uhr-Gehäuse versenkten aber per Knopfdruck wechselbaren Armbänder. Auch die alternativen Armbänder sind – bis auf das klassische Lederarmband – neu und innovativ. Und bei jeder dieser Ideen frage ich mich, warum ist da vorher noch keiner der renommierten Uhrenhersteller drauf gekommen?

Nachteile?

Immer wieder der Verweis auf Handoff.

Immer wieder der Verweis auf Handoff.

Zugegeben mein erster Erfahrungsbericht über die Watch ist positiver ausgefallen, als erwartet. Aber es gibt auch öfters Situationen, in denen die Apple Watch mich im Stich lässt. Ein guter Teil der Apple Watch lässt sich über Siri nutzen und es ist schon lustig, wenn man wie einst in der 89iger Jahre Serie Knight Rider über die Uhr mit meinem neunmalklugen Computer zu sprechen. Bei manchen Fragen wie „Wo ist meine Frau…“ oder zeig mir die Telefonnummer von XY gibt es statt einer sinnvollen Antwort nur den Hinweis auf Handoff und den Griff zum Handy. Die Apple Watch soll fette 8GB haben. Das ist soviel wie das Einstiegs iPhone hat. Und ihr Prozessor soll so leistungsstark wie der von iphone 4S/iPad 2/iPad mini sein. Ersteres ist immer noch ein sehr gutes Smartphone für Einsteiger. Merken tut man das höchstens an der schnellen Spracherkennung. Gefühlt nutzt das „Watch-OS“ 1.01 weder Speicher noch Leistung aus – da ist gefühlt noch viel Luft nach oben.

Wer braucht die Apple WATCH?

Wer braucht überhaupt eine Smartwatch? Klare Antwort: „keiner“ – oder „jeder“ – beides ist gleichermaßen richtig. Niemand braucht ein Smartphone – inzwischen hat jeder eines. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hatte noch nicht einmal jeder Haushalt einen Festnetzanschluss. Aber einen praktischen Rat habe ich: Wer bereits ein iPhone 5 oder besser hat und 400 – 450 € übrig hat, der sollte sie einfach bei Apple Online bestellen und 30 Tage testen. Und mutig zurückgeben, wenn kein Mehrwert spürbar ist. Was mich betrifft: Ich geb meine nicht wieder her.

Kaufempfehlung?

Regelmäßige Pulskontrolle inklusive.

Regelmäßige Pulskontrolle inklusive.

Ich bin nach anfänglicher Skepsis vor dem Kauf auch inzwischen begeisterter Nutzer der Apple WATCH (SPORT 38mm). Ich beobachte aber auch an mir selbst, dass ich sie nicht „blind“ jedem weiterempfehle (das tue ich allerdings auch nicht mit iPhone, iPad oder Mac). Außerdem sind die Voraussetzungen (min. iPhone 5) hoch, ein guter Teil meiner Bekannten hat noch das iPhone 4S wie ich selbst auch bis vor drei Monaten und im Paket ist das schon eine Menge Geld. Wer ein Android Smartphone hat, für den stellt sich die Frage gar nicht. Dazu kommt die nötige Bereitschaft weiträumig Siri einzusetzen – viele Menschen, die ich kenne, nutzen Siri noch gar nicht. Der Vergleich mit dem iPhone 1 stimmt – denn damals waren Smartphones auch etwas ziemlich teures für eine sehr kleine Zielgruppe (mein erstes iPhone 3G war Anfang 2009 mein zweites Smartphone, einen Palm PDA hatte ich schon 1999).  Heute hat kaum jemand, den ich kenne, kein Smartphone. 

Apple Watch Chronograph

Apple Watch Chronograph

Die beste Empfehlung: Wenn du es dir leisten kannst, ohne dass es weh tut und Technik-affin bist und dich die Featureliste oder eine Vorführung gesehen hast, die dich begeistert – bestelle es im Apple Online Store.

Dann teste die Watch 25 Tage intensiv , lass dich auf ihre Bewegungsangebote ein und sende sie unbekümmert zu Apple zurück, wenn du merkst: „Das ist (noch) nichts für mich, da hab ich zu wenig davon“. 

Viel Spaß mit Apple mit oder ohne WATCH

wünscht

MacGenie.de

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7 Fragen zur neuen Fotos-App

Mit dem Update auf OS X 10.10.3 kam eine unübersehbare Neuerung: Apples neue Fotos.App. Benutzer von iPad, iPhone und iPod Touch kennen Sie schon. Auf dem Mac ist sie Brand neu und soll iPhoto (und anscheinend auch Aperture) ersetzen. 

 

Mit der neuen App ergeben sich schon beim ersten Start einige Fragen. Die sieben wichtigsten habe ich hier zusammengefasst:

  1. Muss ich zu Fotos wechseln?
  2. Was wird aus meiner alten iPhoto oder Aperture Bibliothek?
  3. Soll ich iCloud Photomediathek aktivieren?
  4. Ich habe die Cloud Fotomediathek aktiviert – gibt es einen Weg zurück?
  5. Lohnt sich der Umstieg von iPhoto zu Fotos?
  6. Lohnt sich der Umstieg von Aperture zu Fotos?
  7. Wann lohnt es sich die iCloud Fotomediathek zu aktivieren?
 


1. Muss ich zu Fotos wechseln?
Diese Frage lässt sich schnell beantworten: Nein, niemand muss zu Fotos wechseln.
Unter OS X 10.10.3 läuft iPhoto (und Aperture) nach wie vor ohne Beschränkungen.

2. Was wird aus meiner alten iPhoto oder Aperture Bibliothek?
Anders als bei iPhoto Updates, wo auch öfters mal die iPhoto Mediathek ein unumkehrbares Update bekam wird hier mit den Daten der iPhoto-Mediathek (oder Aperture-Mediathek) eine komplett neue Mediathek angelegt. Man kann also auch iPhoto und Fotos parallel benutzen, die aber dann auf unterschiedliche Bild-Daten zugreifen. Wer nach dem Wechsel Bilder in Fotos importiert oder löscht, wird feststellen, dass diese Änderungen nicht in iPhoto zu sehen sind und umgekehrt. Man kann allerdings jederzeit eine iPhoto-Mediathek in eine Fotos-Mediathek umwandeln. Umgekehrt von Fotos zu iPhoto geht es nicht. Man kann aber neue Bilder manuell aus Fotos exportieren und in iPhoto importieren.

3. Soll ich iCloud Fotomediathek aktivieren?
Mein Rat lautet pauschal erstmal nein, auf keinen Fall, solange man sich nicht über die Konsequenzen im Klaren ist.
Dieser Schritt führt dazu, dass die gesamte Mediathek in die eigene iCloud kopiert wird. Wenn ihre iPhoto-Mediathek größer als 5 GB ist, kann dafür die kostenlose iCloud nicht ausreichen! Ich selbst habe zwei Mediatheken, eine mit 30 GB und eine mit knapp 90 GB. Bei der iCloud Fotomediathek gilt anders, als bei iCloud Fotostream und iCloud Foto-Freigabe, das der Speicherplatz für die Bilder von dem eigenen iCloud-Speicher abgehen. Bei meinen 90 GB heißt das, ich muss mir von Apple das 200 GB Paket für 3,99 € pro Monat kaufen. Für 99 Cent im Monat bekäme man 20 GB und für 9,99 € gäbe es 500 GB für 19,99 € 1 Terabyte. Sobald es um Geld geht sollte man sich auch nach Alternativen umschauen und prüfen ob man das überhaupt will oder braucht. Siehe auch Frage 7.

4. Ich habe die iCloud Photomediathek aktiviert – gibt es einen Weg zurück zu lokaler Mediathek und Fotostream?
Ja, den gibt es. In den Systemeinstellungen unter „iCloud“ → „Speicher“ → „Speicher verwalten“ → „iCloud-Fotomediathek“ aufrufen und dann „Deaktivieren“ und „Löschen“ auswählen. 
Die iCloud Fotomediathek wird aber erst nach 30 Tagen endgültig gelöscht, so dass man noch genügend Zeit hat, alle Fotos aus der Cloud zu laden.

5. Lohnt sich der Umstieg von iPhoto zu Fotos?
Im Prinzip ist Fotos der Nachfolger von iPhoto. Die eine oder andere Funktion läuft etwas schneller ab, insbesondere, wenn die Mediathek auf normaler Festplatte und nicht SSD gespeichert ist. Es gibt aber kein „Killerfeature“ (außer der iCloud Fotomediathek) das einem zum sofortigen Wechsel zwingt. Wer befürchtete das viele Funktionen von iPhoto gestrichen wurden, der kann sich beruhigen. Diashows, Fotobücher, Kalender, alles noch da. Ereignisse wurden zwar gestrichen aber die alten Ereignisse wurden in Alben gewandelt. Manche Funktionen die zu fehlen scheinen, findet man nach kurzer Suche wieder. Mehr dazu demnächst in meinem Fotos Artikel.

6. Lohnt sich der Umstieg von Aperture zu Fotos?
Von Aperture lohnt sich dagegen der Umstieg auf Fotos nicht, denn alle Funktionen die Aperture iPhoto voraus hatte, fehlen bei Fotos (noch?). Aperture lädt darüber hinaus schneller und kann die Bilder auf mehrere Orte/Platten verteilen. Es spricht aber auch nichts dagegen Aperture weiterhin zu nutzen. Sind Aperture und Fotos zusammen auf einem Rechner installiert, wird Aperture sogar bei den Exportmöglichkeiten gelistet.

7. Wann lohnt es sich die iCloud Fotomediathek zu aktivieren? 
Wenn man die iCloud Fotomediathek aktiviert und nicht genug Speicherplatz hat kommt eine entsprechende Fehlermeldung. 
 
Die Fotomediathek ersetzt den Fotostream (der nicht den eigenen iCloud Speicher verbraucht). Dafür spart man iCloud Speicherplatz beim iCloud-Backup von iPhone/iPad, weil die Fotos jetzt nicht mehr Teil dieses Backups sind. Die Rubriken „Mein Fotostream“ und „Aufnahmen“ verschwinden auf allen Geräten mit dieser Apple ID bei aktivierter iCloud Fotomediathek. 
Man muss sich also sorgfältig überlegen, was man will. Die iCloud Fotomediathek kann interessant sein, wenn man ein dezentrales Backup seiner Fotos haben will. Wenn das Haus während des Urlaubs ausgeraubt und alle Festplatten geklaut werden hat man die Bilder noch bei iCloud (Alternativen dazu wären andere Cloud Dienste wie Flickr, oneDrive, GoogleDrive, DropBox u.v.a. oder eine Backup-Platte regelmäßig bei Freunden/Verwandten zu deponieren). Der andere mögliche Grund ist, dass man auf verschiedenen Geräten (iMac, iPad, MacBook, iPhone) auf die Bilder zugreifen möchte, diese sortieren, bearbeiten usw.
Dabei muss man sich auch bewusst sein, dass es viele Tage (oder Wochen) dauern kann, bis alle Fotos hochgeladen sind (bei DSL 16000 hat man zwar 16000 Bit/Sek Downstream aber normalerweise nur 1000 Bit/Sek Upstream). 

Noch etwas zur Schreibweise: in der deutsch lokalisierten Fassung ist sich Apple selber derzeit noch nicht ganz einig, ob Begriffe wie Fotomediathek und iCloud-Fotomediathek mit „F“ oder „PH“ geschrieben werden sollen.

So oder so – viel Freude mit Euren Fotos! 
wünscht
 
MacGenie.de
Weitere Infos im Support Dokument bei Apple 

PS: In Kürze gibt es noch einen Erfahrungsbericht zur neuen Fotos-App.
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