Apples Bananenstrategie: Fehlerfrei durch Termin?

Apples neue Systeme Funktionstüchtig durch Terminvorgabe?

iOS 13, iPadOS 13, TVOS 13, MacOS 15, WatchOS6

Bananenprodukte von Apple?

In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, wie unsinnig es ist, Programme – erst recht komplexe Betriebssysteme einfach durch das überschreiten eines Datums für funktionstüchtig zu erklären. Apple tut damit weder Kunden noch seiner Marke und dem zugehörigen Qualitätsanspruch einen Gefallen, »Bananenprodukte« auszuliefern, die erst beim Kunden »reifen«, oder ihm den Magen verderben. Da helfen auch umfangreiche Public-Beta-Versionen wenig, denn tausende Fehlermeldungen müssen verstanden, identifiziert und beseitigt werden.

Fehler im System

Wenige Wochen stürzen nicht etwa Drittanbieter-Apps sondernd Mail, Kalender, Adressbuch, Safari, Files noch regelmäßig bei alltäglichen Vorgängen ab. Mein unter iOS 11 noch unglaublich schnelles iPad Pro von 2017 ist unter iPadOS 13 so lahm wie einst mein iPad 2 unter iOS 9. Dokumentierte Fehler aus iOS 12 an der Notiz-App (Überlagerung der gefundenen Einträge bei Nutzung der Suchfunktion) sind über ein Jahr später immer noch unerledigt. Ich wäre längst zu Microsoft und Android gewechselt, wäre dort nicht alles noch schlimmer (kein Bashing, Erfahrung).

No Way Back

Das ganze gekoppelt mit der „No-Way-Back“-Politik bei allen Apple Systemen außer MacOS verleihen den mit (besonders bei iPadOS) Verlockungen neuer Features einen bitteren Nachgeschmack.  So würde ich heute noch meine original AppleWatch weiterhin zufrieden nutzen, hätte ich vom lähmenden, akkufressenden WatchOS 3 zurück zum schnellen WatchOS 2 gekonnt. Das ist nicht nachhaltig.

Was Apple von Michelangelo lernen kann

Michelangelo Film 1965
Michelangelo Film 1965

Als Kind sah ich auf VHS-Kassette den Historien-Film »Michelangelo – Inferno und Extase« von 1965 mit Charlton Heston als Michelangelo, der das Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle fertigt und und Rex Harrison als Papst, der ihn regelmäßig entnervt unter Termindruck setzen will. Letzter fragt Michelangelo regelmäßig, wann er endlich fertig sei, worauf Michelangelo lapidar und stoisch erwidert: „…wenn ich fertig bin.“ Vielleicht gäbe es bei solch einer Strategie dann nur alle zwei oder drei Jahre neue Systeme von Apple, aber dafür welche, auf die ich mit Begeisterung updaten würde.

Was tun?

Was bleibt ist meine jährliche Empfehlung nicht gleich bei erster Gelegenheit Apples neue System-Upgrades zu installieren, wenn Stabilität und Produktivität bei der Nutzung irgendwie relevant sind. Man kann mutig ruhig drei oder sechs Monate ins Land gehen lassen, seelenruhig Berichte über »Kinderkrankheiten« und deren Behebung abwarten.

Und dann, wenn das Produkt wirklich reif ist es installieren und sich über Features und (hoffentlich) Stabilität freuen.

Alles was ich schreibe ist nur meine ganz persönliche, höchst subjektive Meinung! 

Freundliche Grüße MacGenie.de

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