Was ihr schon immer über iCloud Drive wissen wolltet aber nicht zu fragen gewagt habt – Teil 1

Was ihr schon immer über iCloud Drive wissen wolltet
aber nicht zu fragen gewagt habt.

Teil 1: Wie funktionierte iCloud Dokumente bisher (vor/ohne iCloud Drive)


Der Begriff „Cloud“ ist zum Schlagwort geworden.

Unter diesen Sammelbegriff verstehen sich alle Daten-Dienste und -Leistungen, die nicht auf dem lokalen Gerät stattfinden, sondern irgendwo anders. Adressen, Termine, Bilder, Daten, Filme kurz alles was sich früher in dem Gerät direkt vor meinen Augen befinden musste liegt auf einem Speicher außerhalb. Da dies theoretisch überall sein könnte und der eigentliche Datenträger sich meinem Blick entzieht, sagt man er wäre irgendwo in den „Wolken“ (englisch Cloud). Das bringt zunächst einmal eine Reihe von Vorteilen mit sich: die Daten sind nun unabhängig von jedem meiner Geräte nutzbar und alle Geräte sind auf dem gleichen Stand. Früher musste ich das Adressbuch auf meinem Handy per Kabel mit dem Computer abgleichen. Stattdessen gleichen sich nun alle Geräten mit der „Cloud“ ab. Außerdem muss ich mich nicht um den Erhalt meiner Daten kümmern (BackUp), den dafür sorgt der jeweilige Cloud-Betreiber. Das dieses System auch seine Schattenseite hat liegt auf der Hand, ist aber nicht Teil dieses Artikels. 
Auch Apple bietet Cloud-Speicher und -Dienste an. Alle diese verschiedenen Leistungen fasst Apple unter dem Markennamen „iCloud“ zusammen. Dazu gehören sog. „persönliche Informationen“ wie Adressen, Termine, Aufgaben und Notizen, Kommunikationsdienste wie E-Mail, Nachrichten (iMessage), Audio- und Videokonferrenzen (FaceTime), aber auch die Archivierung und Bereitstellung von eigenen Fotos und selbsterstellten Filmen (iCloud-Fotostream und -Freigabe). Als Anbietern von Kommerzieller Musik, Filmen und Büchern bietet Apple auch hierfür die Auslagerung in die Cloud an. Der Dienst um den es in diesem Artikel gehen soll nennt sich iCloud-Dokumente bzw. iCloud-Drive. Es geht um die Speicherung von Dokumenten aller Art und den Abgleich aller meiner Geräte untereinander in Bezug auf diese Daten. Ein Text, den ich am Computer Zuhause geschrieben habe, kann ich unterwegs am Mobilgerät mir anzeigen lassen und weiterbearbeiten. Ich muss mich nicht mehr mit Mobilen Festplatten oder USB-Sticks rumschlagen. Ich habe immer alles dabei – Soweit die Theorie. 

Voraussetzung für iCloud Dokumente ist eine Apple ID. 

Wenn man diese Apple ID hat braucht man sich nur mit dieser in den jeweiligen iCloud Einstellungen bei Mac OS-X (ab 10.8) oder iOS (ab Version 6) die Apple ID angeben und los geht’s. Dabei handelt es sich um die selbe Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort, wie man auch für iTunes oder den App-Store braucht. 
 

iCloud Dokumente

Apples Dienst iCloud Dokumente hatte den einzigen Zweck, Dokumente mit verschiedenen Geräten aber dem gleichen Programm zu nutzen. Wenn ich also einen Mac, ein iPhone und ein iPad hätte und die selben Texte unabhängig vom Gerät bearbeiten wollte, dann müsste ich bei allen Geräten eine entsprechende Version von Pages haben. Ich konnte nicht auf dem Mac mit MS-Word oder TextEdit arbeiten und darauf via iCloud auf dem iPad mit Pages zugreifen (jedenfalls nicht ohne Tricks). So erwies sich dann aber iCloud für viele Programme als Sackgasse, da es nur wenige „Apps“ auf allen Geräten gibt. 
So konnte ich Texte aus TextEdit (Mac) oder PDFs und gescannte Bilder aus der Vorschau (Mac) zwar zwischen zwei Macs mit meinem iCloud-Konto austauschen, aber nicht mit dem iPad. Umgekehrt waren die Daten die ich mittels iFiles (App für iOS) mit meinem iPad in der iCloud gespeichert hatte schon schnell auf meinem iPhone mit diesem gleichen iFiles zu laden, aber nicht auf dem Mac, weil es dort kein iFiles gibt. Auf Windows-Rechnern guckte man bisher ganz in die Röhre, weil es auf Windows weder Pages noch iFiles gibt und Apple dort bisher gar keinen Dokument-Ableich bot. Ich selbst habe den Dienst gern genutzt, aber eben nur für die Apple-Programme Pages, Numbers und Keynote. 
 
So weit zum Thema iCloud Dokumente in OS X 10.8-10.9 und iOS 6-7 (oder in iOS8/OSX10.10, sofern iCloud Drive noch deaktiviert ist).  Was die Konkurrenz in Form von „Dropbox“ und „Google-Drive“ mehr/anderes bietet und was das neue iCloud-Drive kann lest ihr in den nächsten Teilen. 
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